Urologische Praxis Königstraße 82 90762 Fürth
Ursache von Funktionsstörungen der Harnblasenmuskulatur sind Schädigungen
bestimmter Nerven im Gehirn, im Rückenmark oder im Bereich der Harnblase, bzw.
chronischen Erkrankungen der Harnblase selbst, z.B. bei Morbus Parkinson, multipler
Sklerose, Diabetes mellitus mit Polyneuropathie, interstitieller Cystitis, over-active-bladder
u. a.) Dies führt zu einem unkontrollierbaren, ungewollten Zusammenziehen der
Blasenwand, gegebenenfalls zu einer mangelnden Entspannung des
Blasenschließmuskels.
Ein neues Behandlungsverfahren ermöglicht eine Injektion von Medikamenten wie Botox
bzw. Dysport direkt in die Blasenwand bzw. in den Schließmuskel. Die Substanz
Botulinumtoxin, ein Bakterieneiweiß, ermöglicht somit eine gezielte vorübergehende ( meist
neun Monate und länger) Blockade von Nervenimpulsen. An der Blase führt Botulinumtoxin
zu einer Lähmung des Blasenmuskels, um somit die Aufnahmemengen für Urin zu
vergrößeren und in vielen Fällen den ungewollten Urinverlust zu unterbinden.
Bisher wurden keine bzw. nur geringe Nebenwirkungen beobachtet, in seltenen Fällen trat
nach der Behandlung blutiger Urin auf, was eine vorübergehende Einlage eines
Blasenkatheters erforderlich machte.
Die Wirkung, Nebenwirkungen, Anwendungstechnik und Dosierung der Behandlung der
Harnblase wurde in mehreren Arbeiten wissenschaftlich untersucht.
Eine Behandlung ist sinnvoll, wenn zuvor bereits medikamentöse Behandlungen nicht
erfolgreich waren bzw. wegen Nebenwirkungen nicht fortgeführt werden konnten.
Wir führen diese Operation ambulant in örtlicher Betäubung durch.
Botulinuminfiltration der Harnblase